Akku Laubsauger im Test 2016


An sich gibt es kaum etwas Schöneres, als an einem sonnig warmen Herbsttag inmitten der freien Natur an der frischen Luft durch das raschelnde Herbstlaub zu schlendern und sich dabei an dem prachtvollen Anblick der farbenfrohen Laubbäume zu ergötzen. Weit weniger schön ist es jedoch, den Gehweg vor dem Haus nach einem typischen Herbstregen vom nassen Laub befreien zu müssen. Es sei denn, man nutzt dazu einen angenehm leisen Akku Laubsauger, mit dem sich selbst große Flächen im Handumdrehen vom Laub befreien lassen.



1. Was ist ein Laubsauger?


Wie aus der passend gewählten Produktbezeichnung an sich schon hinreichend hervorgeht, handelt es sich bei Laubsaugern um Geräte, die dem Aufsaugen von Laub dienen. Wobei direkt angemerkt werden muss, dass die hochmodernen Laubsauger von heute je nach Modell oder Variante zumeist weit mehr können, als einfach nur Laub aufzusaugen.

2. Welche Laubsauger-Typen gibt es?



Die Laubsauger-Typen unterscheiden sich zunächst darin, ob sie nun reine Sauger oder sogenannte Kombigeräte sind, die das Laub durch eine einfache Umstellung ihres Luftstroms nicht bloß einsaugen, sondern darüber hinaus auch einfach wegblasen können. Weiterführende Erwähnung verdient dabei, dass es mittlerweile auch Laubsauger sowie entsprechende Kombigeräte gibt, die über einen integrierten Laubhäcksler verfügen, der das Laub beim Aufsaugen direkt zerkleinert, wodurch es deutlich platzsparender wird und zudem schneller verrotten kann.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Art des Antriebs. Hierbei kann zunächst zwischen Varianten mit Elektromotor und Varianten mit Benzinmotor unterschieden werden. Die elektrisch betriebenen Varianten können zudem noch in kabelgebundene Laubsauger und Sauger mit Akku unterteilt werden. Bei den Modellen mit Benzinmotor kann wiederum zwischen Laubsaugern mit Zweitaktmotor und Saugern mit Viertaktmotor unterschieden werden.

Zudem lassen sich Laubsauger in handgeführte und rückengetragene Modelle unterteilen. Genau genommen gibt es darüber hinaus auch fahrbare Laubsauger, die aber schon alleine aufgrund ihrer doch recht hohen Anschaffungskosten wohl nur für die wenigsten Anwender wirklich interessant sein dürften.

3. Die wichtigsten Vor- und Nachteile der gängigen Laubsauger im Überblick



3.1 Laubsauger mit Benzinmotor



Für Laubsauger mit Benzinmotor spricht zunächst, dass sie ihren Pendants mit Elektromotor vonseiten des gebotenen Leistungsvermögens zumeist klar überlegen sind. Zudem erlauben sie im Vergleich zu kabelgebundenen Saugern ein viel flexibleres Arbeiten. Hinzukommt, dass sie an sich immer sofort einsatzbereit sind und zudem nahezu überall verwendet werden können. Dafür sind sie in der Regel aber auch deutlich schwerer und vor allem auch viel lauter als Laubsauger mit Elektromotor. Tatsächlich sind selbst Akku Laubsauger trotz ihres Akkus zumeist spürbar leichter als Laubsauger mit Benzinmotor. Ein noch gravierender Nachteil von benzinbetriebenen Saugern im Vergleich zu einem Akku Laubsauger sind jedoch die potenziell gesundheitsgefährdenden Schadstoffemissionen, die auch in Hinblick auf die Umwelt bedenklich sind. Davon abgesehen finden viele Anwender den typischen Benzingeruch und vor allem den Geruch von Abgasen als unangenehm. Wer sich trotz der besagten Nachteile einen benzinbetriebenen Laubsauger zulegen möchte, sollte sich im Zweifelsfall aus gleich mehreren Gründen für einen Sauger mit Viertaktmotor entscheiden. Zu den Hauptgründen gehört dabei, dass Laubsauger mit Viertaktmotor deutlich weniger Lärm und Abgase als Sauger mit Zweitaktmotor erzeugen.

3.2 Kabelgebundene Elektrolaubsauger



Der größte Vorteil Elektrolaubsaugern im Allgemeinen ist, dass sie viel leiser und vor allem auch geruchsneutral arbeiten. Zudem erzeugen sie keine Abgase, die der Umwelt oder der eigenen Gesundheit schaden könnten. Ein weiterführender Pluspunkt von kabelgebundenen Elektrolaubsaugern ist, dass sie bloß mit einer Steckdose verbunden werden müssen, um sofort einsatzbereit zu sein. Dafür sie aber auch nicht allerorts zum Einsatz kommen. Zudem wird das Arbeiten spätestens auf sehr weitläufigen, verwinkelten oder mit Bäumen und Büschen bepflanzten Flächen aufgrund des Kabels merklich erschwert.

3.3 Akku Laubsauger



Akku Laubsauger bieten ausnahmslos alle Vorzüge, die einen kabelgebundenen Elektrolaubsauger auszeichnen. Darüber hinaus zeichnen sie sich dadurch aus, dass mit ihnen selbst an schwer zugänglichen Stellen fernab jeglicher Steckdose angenehm einfach gearbeitet werden kann. Wobei einzuräumen ist, dass Akku Laubsauger vonseiten ihres Gewichts selbstverständlich etwas schwerer als kabelgebundene Sauger ausfallen. Außerdem ist die Betriebsdauer der Akkukapazität entsprechend begrenzt, sodass Akku Laubsauger ohne Zweit- oder Ersatzakku nur bedingt für mehrstündige Arbeiten auf großen Flächen geeignet. Zudem ist einzuräumen, dass zumindest ältere Modelle ihren kabelgebundenen Pendants vonseiten des Leistungsvermögens klar unterlegen sind.



4. Allgemeine Vor- und Nachteile von Laubsaugern



Pro:

  • schnell

  • gründlich

  • komfortabel

  • rückenschonend


Kontra:

  • relativ laut

  • Abgasproduktion (bei benzinbetriebenen Laubsaugern)

  • potenziell nachteiliger Einfluss auf den Ökokreislauf




5. Worauf sollte ich beim Kauf eines Laubsaugers im Allgemeinen achten?



Beim Kauf eines Laubsaugers gilt es, gleich mehrere Kriterien zu beachten. Wobei direkt zu betonen ist, dass die besagten Kriterien nicht nur allgemeingültig gesehen werden dürfen. Soll heißen, dass sie allesamt auch den eigenen Vorlieben und Vorhaben entsprechend abgewogen werden sollten. Die wichtigsten Kriterien sind dabei die Betriebsart, der Funktionsumfang, das Leistungsvermögen, die Betriebslautstärke, das Fassungsvermögen des Fangsacks und nicht zuletzt auch die Ergonomie sowie das Gewicht des Laubsaugers.

5.1 Die Betriebsart



Wie zuvor bereits angemerkt wurde, gibt es derzeit gleich drei Betriebs- oder Motorarten, von denen jede für sich ihre eigenen Vorzüge und potenziellen Nachteile bietet. Entsprechend eben dieser Vor- und Nachteile gilt es, vorab für sich selbst zu klären, welche Betriebsart für die eigenen Vorhaben und vor allem auch für den angedachten Verwendungszweck sowie den geplanten Einsatzort am besten geeignet ist.

5.2 Der Funktionsumfang



Das nächste Kriterium, das gesteigerte Beachtung verdient, ist der gebotene Funktionsumfang. Zur Auswahl stehen hierbei neben reinen Laubsauger wie besagt auch Kombigeräte, die das Laub sowohl einsaugen, als auch wegblasen können, und Sauger sowie Kombigeräte mit integriertem Laubhäcksler. Naheliegend, dass die reinen Laubsauger in der Regel günstiger als die beiden weiteren Varianten sind. Allerdings sollte gut überlegt werden, ob die zusätzlichen Funktionen nicht vielleicht doch den geringfügigen Aufpreis wert sind.

5.3 Das Leistungsvermögen



In Hinblick auf das Leistungsvermögen gilt es, zunächst auf die Motorleistung des Laubsaugers zu achten. Über die reine Nennleistung des Laubsaugers hinaus sollte aber unbedingt auch auf die tatsächliche Saugleistung und unter Umständen auch auf die Geschwindigkeit, mit der der Laubsauger Luft ausstoßen kann. Zum besseren Verständnis ist dabei zu erwähnen, dass die angegebene Saugleistung sich für gewöhnlich auf die Luftmenge bezieht, die der Laubsauger innerhalb von einer Minute einsaugen kann. Ein guter Richtwert ist dabei eine Saugleistung von 10 bis 15 m³ Luft pro Minute. Ein guter Richtwert in Bezug auf die Geschwindigkeit, in der der Laubsauger Luft ausstoßen kann, ist wiederum eine Mindestgeschwindigkeit von 250 km/h aufwärts. Obgleich hierbei direkt anzumerken ist, dass der Laubsauger nach Möglichkeit über einen fein justierbaren Geschwindigkeitsregler verfügen sollte. Das gilt zumindest dann, wenn der Laubsauger in einem Wohngebiet Verwendung finden soll, zumal sich die Betriebsgeschwindigkeit direkt auf die Betriebslautstärke auswirkt.

5.4 Die Betriebslautstärke



Die Betriebslautstärke ist vor allem dann entscheidend, wenn der Laubsauger inmitten einer dicht besiedelten Wohngegend zum Einsatz kommen soll. Wobei es natürlich auch für die Anwender selber von Vorteil wäre, wenn der Laubsauger seine Arbeit angenehm ruhig erledigen würde. Ein Aspekt, der im Übrigen klar für kabelgebundene Elektrosauger und Akku Laubsauger spricht, die im Gegensatz zu ihren benzinbetriebenen Pendants kaum noch lauter als 94 Dezibel werden. Tatsächlich arbeiten ihre Elektromotoren für sich geradezu lautlos.

5.5 Das Fassungsvermögen des Fangsacks



Wie groß der Auffangsack des Laubsaugers sein sollte, richtet sich zum einen nach der zu erwartenden Laubmenge, die eingesaugt werden soll. Zum anderen richtet sie sich danach, ob der Laubsauger über einen integrierten Laubhäcksler verfügt. Immerhin wird das aufgesammelte Laub durch das Häckseln um ein Vielfaches kleiner. Allerdings bleibt zu bedenken, dass vor allem nasses Laub ein nicht unerhebliches Gewicht hat, weshalb der Sack oder Beutel des Laubsaugers auch nicht zu groß ausfallen sollte. Hinzukommt, dass ein allzu großer Laubbeutel beim Laubsaugen stören könnte. Gegen einen zu kleinen Beutel spricht wiederum, dass er reihum entleert werden muss. Entsprechend dazu dürfte ein Fassungsvolumen von 40 bis 60 Litern ein guter Kompromiss zwischen einem ausreichend großen Fassungsvermögen und einem angenehm leichten Gewicht sein.

5.6 Das Gewicht



Selbstverständlich sollte der Laubsauger möglichst leicht sein. Immerhin soll er die Arbeit ja erleichtern und nicht erschweren. Wobei anzumerken ist, dass die schwereren Modelle der Erfahrung nach zumeist etwas stabiler und dadurch auch langlebiger als ihre leichten Pendants sind. Allerdings muss bei schweren Saugern bedacht werden, dass sie zunehmend schwerer werden, je voller ihr Laubbeutel wird.

5.7 Die Ergonomie



Wie komfortabel es sich mit einem Laubsauger arbeiten lässt, hängt nicht alleine von seiner Geräuschentwicklung und seinem Gewicht, sondern vor allem auch von der Ergonomie ab. Besondere Beachtung verdienen hierbei die Handgriffe, mit denen sich im Zweifelsfall auch über Stunden hinweg komfortabel arbeiten lassen sollte, ohne dass es zu unangenehmen Druckstellen oder womöglich sogar zu schmerzenden Handgelenken kommt. Über eine ergonomische Formgebung hinaus sollte der Laubsaugergriff im Idealfall noch eine angenehm weiche und doch zuverlässig griffige Gummierung aufweisen. Darüber hinaus ist es ratsam, sich für einen Akku mit Tragegurt zu entscheiden, der das Arbeiten doch merklich erleichtern würde. Davon abgesehen ist wichtig, dass der Laubsauger von seiner Größe gut zur Körpergröße passt, damit mit einer durchweg optimalen Körperhaltung gearbeitet werden kann.

6. Worauf sollte ich beim Kauf eines Akku Laubsaugers im Besonderen achten?



Selbstverständlich gelten die zuvor genannten Kriterien auch beim Kauf eines Akku Laubsaugers. Allerdings gibt es darüber hinaus noch weitere Kriterien, auf die unbedingt geachtet werden sollte. Allen voran ist hierbei die Akkulaufzeit zu nennen. Zudem lohnt sich ein Blick auf die durchschnittliche Ladedauer. Außerdem sollte sich schon im Vorfeld informiert werden, ob es passende Akkus auch separat zu kaufen gibt, damit nahtlos mit dem Akku Laubsauger weitergearbeitet werden kann, sobald der Hauptakku zuneige geht. In diesem Zusammenhang wäre auch eine Anzeige wünschenswert, die fortlaufend Aufschluss über den jeweils aktuellen Ladestatus des Akkus gibt. Des Weiteren sollte auf die Art des Akkus geachtet werden. Als besonders empfehlenswert erweisen sich hierbei im Übrigen sogenannte Lithium Ionen Akkus, die im Gegensatz zu anderen Akkus keinen Memoryeffekt haben und somit nicht an Ladekapazität verlieren. Darüber hinaus verdient noch das Eigengewicht des Akkus Beachtung, zumal bei Akku Laubsaugern häufig bloß das Nettogewicht ohne Akku angegeben wird.

7. Marken und Hersteller



Wie bei letztendlich allen Gartengeräten empfiehlt es sich auch bei Laubsaugern im Allgemeinen und bei Akku Laubsaugern im Besonderen, sich nicht mit einem Sauger von minderer Qualität zufriedenzugeben, sondern lieber gleich zu einem qualitativ absolut hochwertigen Modell eines namhaften Herstellers zu entscheiden. Die wohl bekanntesten Hersteller sind:

  • Gardena
  • Bosch
  • Black & Decker
  • Einhell
  • Hitachi
  • Makita
  • Ryobi
  • Echo
  • Husqvarna
  • Greenworks



7. Tipps zum sicheren Umgang mit Laubsaugern



Beim Verwenden von Laubsaugern sollte stets eine Schutzbrille getragen werden, die die Augen zuverlässig vor herumwirbelnden Blättern und aufgewirbeltem Schmutz schützt. Außerdem empfiehlt es sich, zumindest beim Aufsaugen oder Zusammenblasen von sehr trockenem Laub sowie beim Arbeiten auf staubigem Untergrund, eine Atemschutzmaske zu tragen. Je nach Betriebslautstärke des Laubsaugers kann es darüber hinaus auch ratsam sein, einen Gehörschutz aufzuziehen. Ebenso ist zum Tragen von Arbeitshandschuhen zu raten. Im Fall von Kombigeräten, die als Laubbläser genutzt werden, ist aufgrund ihres beachtlichen Luftrückstoßes zudem noch in der Nähe von Wänden und Mauern besondere Vorsicht geboten. Zudem sollte das Laub vor dem Aufsaugen oder Wegblasen zum Eigenschutz sowie zum Schutz des Laubsaugers und vor allem zum Schutz des Laubsaugerbeutels nach scharfkantigen und/oder spitzen Gegenständen, wie zum Beispiel Glasscherben von zerbrochenen Flaschen, abgesucht werden. Tatsächlich ist es sogar ratsam, das Laub nach Hunde- und Katzenkot abzusuchen, welcher sich sonst unter Umständen als Aerosol in der Luft verteilen könnte.

8. FAQ zu Laubsaugern



Gibt es rechtliche Bestimmungen in Bezug auf die Verwendung von Laubsaugern?



An sich beschränken sich die gesetzlichen Bestimmungen zumindest hierzulande einzig und alleine auf die Zeiten, in denen die Nutzung von Laubsaugern erlaubt oder eben untersagt ist. So dürfen vor allem lautstarke Laubsauger mit Benzinmotor weder an Sonntagen noch an Feiertagen verwendet werden. An Werkstagen dürfen sie hingegen von 9 bis 13 und dann wieder von 15 bis 17 Uhr allerorts zum Einsatz kommen.

Stimmt es, dass Laubsauger eine potenziell Gefahr für Kleinstlebewesen darstellen?



Ja, das stimmt. Allerdings ist es mehr als fraglich, ob die Gefahr durch einen Akku Laubsauger wirklich größer als die Gefahr durch einen gewöhnlichen Gartenrechen ist. Trotzdem empfiehlt es sich aber, erst ein wenig im Laub zu rascheln, bevor der Laubsauger zum Einsatz kommt, um so die darin befindlichen Tierchen zu vertreiben.

Was kostet ein guter Laubsauger?



Während benzinbetrieben Laubsauger schnell 200 oder 250 Euro und mehr kosten, sind Akku Laubsauger schon ab 35 Euro aufwärts zu bekommen. Obgleich hierbei direkt eingeräumt werden muss, dass derart günstige Akku Laubsauger wohl eher für den gelegentlichen Gebrauch auf kleinen Flächen gedacht sind, weshalb sich im Zweifelsfall eher in einer Preisklasse um die 75 Euro umgesehen werden sollte.

Sind Akku Laubsauger nicht viel schwächer als kabelgebundene Sauger?



Im Gegensatz zu vorangegangenen Modellen können die hochmodernen Akku Laubsauger von heute ihren kabelgebundenen Pendants vonseiten ihres allgemeinen Leistungsvermögens absolut ebenbürtig sein. Tatsächlich können sie je nach Modell sogar deutlich leistungsfähiger sein.